Lernen im Wohnzimmer: E-Learning

Schule und Frontalunterricht war gestern. Heute lernt man auf der Couch, mit E-Learning über das Internet. Doch kann das wirklich funktionieren und wie stellt der Lehrende sicher, dass seine Lerninhalte ausreichend vermittelt werden?

Klassische Unterrichtskulturen auflösen

Wir alle kennen den Spruch: „Wenn Alles schweigt und einer spricht, so nennt man dieses Unterricht.“ Und damit hat man leider, in den meisten Bildungseinrichtungen schon ins Schwarze getroffen. Der so genannte
Frontalunterricht, oder wie er pädagogisch korrekt bezeichnet wird – instruktives Lernen- ist der Klassiker unter den Bildungsformen. Das Wissen wird vom Lehrenden an den Studierenden durch Sachvorträge, und Monologe, vielleicht hin und wieder unterbrochen durch die ein oder andere Frage ans Plenum und hier und da ein Tafelbild, heutzutage gerne auch eine begleitende Powerpoint-Folien-

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Die klassische Unterrichtsform, vorne der Lehrer mit seinem Haupt-Medium der Tafel …

Ansammlung und -in allergrößter Not- ein Handout. Vielerorts läuft Unterricht genau in diesem strukturellen, monotonen Programm ab. Ob Grund-, Ober- oder Hochschule, diese Form der Unterrichtsgestaltung ist vor allem bei den Lehrern beliebt. Selbst in der Erwachsenenbildung finden wir sie, da sie bekannt ist und für die meisten Seminar-Teilnehmer genau den Ansprüchen und ihren Vorstellungen von Unterricht entspricht. Besonderst beliebt ist sie bei den Dozierenden vor allem, weil man den Lernprozess ihrer Aussage nach besonders gut steuern kann und den Zeitverlauf in der Hand hat. Blödsinn! Machen wir uns nichts vor; Beliebt ist diese Unterrichtsform deswegen, weil sie -im Vergleich- die wenigste Vorbereitungszeit in Anspruch nimmt. solange man das Thema un den Lerninhalt kennt kann man sich sogar spontan etwas aus den Fingern saugen. Wahre Experten ihres Themas können spontane Unterrichte übernehmen, weil es eben so gut wie keine Vorbereitung dazu geben muss.

Alle lernen gleichzeitig den gleichen Inhalt.

Dem gegenüber stehen die Methoden des kooperativen Lernens. Diese seit  1986 genauer beschriebene Lehrmethodik baut darauf auf, dass Inhalte durch die Unterrichtsteilnehmer selbstständig erarbeitet werden können. Was wir von der Schule in der eher schlecht geplanten und unbeliebten „Gruppenarbeit“ kennen, wird im kooperativen lernen durch klare strukturelle Vorgaben erfolgreich umgesetzt. Hier lernt man eben auch durch lehren. Dem Dozierenden kommt eher die Rolle eines Moderators, eines Lernprozess-Gestalters und wenn es sein muss Schiedsrichters zu. Will man solche Gruppenmethoden gezielt einsetzen, so geht dies mit viel Vorbereitungszeit einher und kann schon mal – in der Zeitplanung des Unterrichts- einschlagen wie eine Bombe. Aber die Teilnehmer sind aktiviert, es geht darum ihr eigenes Lerntempo zu finden, ihre eigene Lernmethodik umzusetzen und ihnen die Chance zu geben sich so intensiv selbst mit der Thematik auseinander zu setzen. Das Ganze sollte möglichst durch den Dozenten gesteuert werden und in einen klaren Rahmen gesteckt werden. In dieser Form des asynchronen Lernens zählt auch das Lernen von zu Hause aus.

E-Learning als Universal-Waffe
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Frontal-Unterricht war gestern, heute lernt man entspannt und in ruhe zuhause …

Sowohl bei eigentlich vorwiegend instruktivem Unterricht, wie auch als Teil des asynchronen und kooperativen Lernens kann E-Learning eine Sinnvolle Ergänzung sein. Zwar kann es nicht alle Aspekte des regulären Unterrichts vollständig abdecken und ersetzen. Doch kann es in der Regel als sinnvolle Ergänzung eingesetzt werden. Der Seminar-Teilnehmer kann sich zum Beispiel nach dem Besuch einer Fortbildungsveranstaltung noch einmal intensiv mit dem Thema befassen, einige Kontrollfragen zum Unterricht beantworten und sich so selbst nochmal vergewissern, das Thema allumfassend wahrgenommen zu haben.
Auch vorbereitend können Inhalte geschaffen werden. Definieren Sie zum Beispiel ein Lernziel dahingehend, dass der Teilnehmer die Anwendung einer bestimmten Fähigkeit in der Praxis umsetzen kann, so können Sie im Vorfeld bereits einige Grundkenntnisse über diese Fähigkeit, den theoretischen Anteil, ins E-Learning ausgliedern und sich dann in der folgenden Unterrichtsstunde (Präsenz-Stunde) nur darauf konzentrieren,dass die Teilnehmer diese in der Praxis anwenden. Ihnen bleibt mehr zeit um Handgriffe oder ähnliches zielgerichtet ein zu üben, bis diese sitzen.

Voraussetzung dafür ist natürlich, dass Ihr E-Learning sinnvoll untergliedert ist. Nur wenn sie den Unterricht hier so aufarbeiten, dass der Teilnehmer das Thema verfolgen kann und den roten Faden im Text klar erkennt, kann das Wissen gesteuert verarbeitet werden. Den Lernerfolg können Sie im Anschluss durch einige Kontrollfragen oder ganze Test-Sequenzen messen. Nicht nur für den Dozenten, sondern auch für den Lehrnenden ist dies eine sinnvolle Ergänzung. Denn auch aus einem scheitern bei einer Testfrage lernt der Teilnehmer. Und wenn es eben nur die Information ist, dass dieser oder jener Aspekt des Themas anscheinend wichtig ist und er/sie sich diesen nochmals anscheuen sollte.

Wo braucht man E-Learning und was braucht man für E-Learning?

Die Einsatzmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Wie im vorherigen Abschnitt schon erwähnt, kann man eine Lernplattform selbst bei Lerninhalten aus dem praktisch-programmatischen Lernspektrum vermitteln. Natürlich geht das auch ohne Präsenz-stunden indem Sie ihre Lernplattform durch z.B. Video-Anleitungen ergänzen. hierbei haben Sie dann aber keine Kontrolle über die eigentliche Ausführung und können diese gegebenenfalls nicht nachsteuern. Für den klassischen instruktiven „Frontalunterricht“ stellt E-Learning jedoch immer eine gute Alternative dar. Die Teilnehmer brauchen nur genug Zeit um sich, in ihrem Tempo, mit dem Thema befassen zu können. Das soll nicht heißen, dass Sie Faulenzen und Nebentätigkeiten tolerieren müssen, ohne Maß und Verstand. Es kann aber zum beispiel heißen, dass ein Teilnehmer bei Textlektüren nicht länger als 60 Minuten ohne Unterbrechung durchhält und sich so seine Kurzpausen individuell verteilen kann. Genau so kann der Schüler die Lektionen Vormittags, Nachmittags, Abend oder am Wochenende bestreiten. Ganz so, wie sein Biorhythmus das für angenehmer hält. Fortwährende Kontrolle durch den Lehrenden ist aber dennoch wichtig: Ihre Aufgaben als Dozierender sind immer noch da. Man kann Sie nicht ersetzen. sie müssen den Inhalt erstellen, aktualisieren und stetig verbessern. Nebenbei hält der eigentliche Kurs auch Aufgaben für Sie bereit. Überwachen Sie den Lernfortschritt der Teilnehmer, entdecken Sie Probleme mit einer Lektion oder einer Frage? Natürlich braucht man ab und zu doch noch einen Ansprechpartner, wenn es doch nicht so klappt. Sie müssen dafür sorge tragen, dass alle Teilnehmer ihr E-Learning absolvieren und, und, und…

Dazu brauchen Sie vor allem eines: Eine solide Anwendung die alle diese Anforderungen meistert. In den letzten Jahren hat sich moodle als Anwendung herauskristallisiert. Da es fortlaufend weiterentwickelt wurde und von vielen Universitäten weltweit eingesetzt wird, sind die Ansprüche hier hoch und wurden auch entsprechend umgesetzt. Moodle ist als Open-Source-Variante auch sehr günstig. Es kostet Sie nämlich keinerlei Lizenzgebühren. Juhu! Oder doch nicht? Der große Nachteil: Es ist ein wahrer Speicherplatz-, Arbeitsspeicher- und Datenvolumen-Fresser! Viele Hostinganbieter können, oder wollen moodle nicht hosten, da es ihre Ressourcen stark belastet. Zudem ist es zwar Anwenderfreundlich, aber undurchsichtig zu warten. So entstehen schnell Sicherheitslücken und Datenverluste.
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